... aus dem Sortenweingarten des Weinguts Ebinger - www.weingut-ebinger.at

Gelbe Seidentraube

Die weiße Rebsorte (auch Luglienca bianca, Frühe Leipziger, Weiße Zibebe) wird vor allem als Tafeltraube genutzt und ist in Europa weit verbreitet. Sie wurde bereits vom österreichischen Ampelographen Hermann Goethe im Jahre 1870 als Weißweinsorte erwähnt. Die früh reifende, ertragreiche Sorte ist fäulnisempfindlich. Eine Kreuzung mit der roten Gamay ergab die weiße Sorte Regner. Es gibt auch eine rote Sorte "Blaue Seidentraube", ob eine Verwandtschaft besteht, ist nicht bekannt.

Tafeltraube

Bezeichnung von speziellen Rebsorten, die vorwiegend für den Frischverzehr oder auch für die Produktion von Rosinen angebaut werden. Schon die Römer haben spezielle Sorten mit besonders süßen und großen Beeren gezüchtet, die (neben den Feigen) das beliebteste und wichtigste Obst waren und nicht nur zum Verzehr (frisch und teilweise konserviert), sondern auch als Süßungsmittel für Speisen und Getränke verwendet wurden. Weltweit werden heute etwa 85% Keltertrauben (für Wein und Destillate) und 15% Tafeltrauben produziert. Die zumeist sehr ertragreichen Sorten haben andere Qualitäts-Kriterien wie die Keltertrauben für die Weinherstellung. Das sind schöne Farbe, gleichmäßig große und möglichst kernlose Beeren, dünne elastische Schale, langer Beerenstiel, festes Fruchtfleich und Widerstandsfähigkeit bzw. Haltbarkeit für längeren Transport. Da die Aromastoffe an den Zucker gebunden sind, ist dieser maßgebend für den guten Geschmack. Er sollte 130 Gramm bei einem Kilogramm Beeren nicht unterschreiten. Das entspricht in etwa 55 °Oechsle oder 11 °KMW - in der Regel werden kaum mehr als 70 °Oe bzw. 14 °KMW erreicht.